Bräuche > Hochzeitsbräuche in Italien

Hochzeitsbräuche

Hochzeitsbräuche in Italien

Erhält man eine Einladung zu einer Hochzeit, sieht man sich sogleich nach einem passenden Geschenk um. Selbiges liefern die geladenen Gäste nämlich schon lange vor der Hochzeit bei der Familie von Braut und Bräutigam ab, je nachdem, wer einem näher steht. Der Schenkende wird dort mit Sekt, Knabbereien und Süßigkeiten bewirtet, und bekommt im Gegenzug ebenfalls ein Geschenk, die so genannte „Bomboniera“. Das sind kleine Andenken wie Säckchen, Püppchen oder Bilderrahmen, die oft selber gemacht sind.

Eine traditionelle italienische Hochzeit ist stilvoll und kostspielig. Die Abendkleider und die Kleidung für die Kirche werden meist neu gekauft und auch sonst wird nicht gespart um das Fest möglichst glamourös zu gestalten. Am Hochzeitstag sehen sich Braut und Bräutigam erst in der Kirche. Zuvor haben sie schon zu Hause mit ihren Verwandten und Freunden auf den großen Tag angestoßen. Nach der Trauung beginnt das Hochzeitsessen, das sich bis zum späten Nachmittag hinzieht. Dieses Hochzeitsfest ist ein Fest für alle eingeladenen Gäste - mit Tanz, gutem Essen und Trinken bis zum Morgengrauen. Mittelpunkt ist das Buffet. Es wird entweder Spanferkel oder gegrilltes Lamm serviert, mit einer Beilage aus frischen Früchten und Pasta. Als Symbol ihrer gerade geschehenen Vermählung verteilen die frisch Vermählten gezuckerte Mandeln, die das Bittere und das Süße im Leben repräsentieren. Das Ende des Mahls ist dann auch gleichzeitig das Ende der Feier.

In manchen Gegenden Italiens, vor allem in Süditalien wird übrigens noch ganz traditionell um die Hand der Braut geworben- mit einem Abendständchen des jungen Mannes unter dem Fenster der Angebeteten oder mit einem Holzklotz, der in diesem Falle den sprichwörtlichen Zaunpfahl ersetzt. Der Verliebte legt abends einen Holzstamm oder einen Holzklotz vor die Tür der erhofften Zukünftigen. Nimmt sie den Antrag an, holt sie den Holzklotz ins Haus. Lehnt sie jedoch ab, so findet der so Verschmähte den Stamm am nächsten Tag von der Tür weggerollt vor.

Auch Sardinien hat seine eigenen Hochzeitstraditionen, hier allerdings im Bezug auf das bereits vermählte Paar. Denn dieses muss am Hochzeitstag im Haus der Braut gemeinsam einen Teller Suppe auslöffeln. Danach wird Honig gegessen, als Symbol für kommende süße Stunden und hoffentlich bald eintretenden Reichtum



Benutzerdefinierte Suche