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Hochzeitsbräuche

Hochzeitsbräuche in Thailand

Thailand

Geheiratet wird in Thailand nicht einfach an einem beliebigen Tag sondern an einem astrologisch genau berechneten Zeitpunkt, damit den künftigen Eheleuten eine harmonische Ehe beschieden (sein) wird. Meist liegt dieses Datum im August. Die buddhistische Hochzeitszeremonie findet morgens statt. Als Auftakt der Feierlichkeiten bilden Freunde und Verwandte des Bräutigams eine kleine Prozession, die sich singend und tanzend zum Haus der Braut begibt und dort kleine Geschenke überreicht. Man kann entweder im eigenen Haus, im Hotel oder in einem gemieteten Saal feiern. Die Braut trägt ein geschneidertes Seidengewand, den schut tai, und der Bräutigam meist einen schlichten schwarzen Anzug.

Am Hochzeitstag eröffnen Mönche mit rituellen Gesängen die Zeremonie. Sie werden vom Brautpaar und dessen Verwandten bewirtet, und zum Schluss segnet der älteste Mönch das Paar und seine Familien mit heiligem Wasser aus dem Tempel. Bei der Trauung an sich können dann zwar Mönche zugegen sein, aber die thailändische Zeremonie ist im Grunde nicht religiös.

Besiegelt wird die Ehe schließlich durch einen würdigen Alten. Zu dem vorhergesagten Zeitpunkt verbindet er das Brautpaar mit zwei Stoffkränzen und mit geheiligtem Wasser. Die Kränze aus weißem Faden (sai monkon) werden dem Paar auf den Kopf gesetzt, sie sind durch ein Band verknüpft. Das Wasser wird dem Brautpaar aus einer Muschel über die Köpfe und Hände gegossen. Dazu sitzen Braut und Bräutigam mit zum Beten erhobenen Händen auf dem Boden. Es tropft von den Händen in Schalen mit kunstvoll gesteckten Blumen. Darauf segnen die Eltern und die Gäste das Brautpaar, indem sie in gleicher Weise das Wasser gießen.



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