„Schwanger heiraten - Brautkleid und andere Herausforderungen“
Heiraten und eine Familie gründen - Für viele Paare ist dies die Erfüllung eines Traums.
Auf dem Weg, sich ein eigenes Leben und eine eigene Familie aufzubauen ist - trotz vieler modernen Lebensgemeinschaften und Partnerschaften - für die meisten eine Hochzeit dennoch der erste und wichtigste Schritt. Damit wird die Liebe offiziell bestätigt und anerkannt, durch das Tragen eines Ringes wird das Band der Liebe visualisiert. Doch was, wenn sich die Gründung einer Familie und die Hochzeit überschneiden? Schwanger heiraten stellt für manche eine große Herausforderung dar.
Brautmodengeschäfte bestehen aus unendlichen Weiten von Satin, Seide und Spitze. Jedes Kleid ist ein kleines Kunstwerk für sich, in den Augen der Bräute macht sich ein strahlend breit, ein Lachen liegt auf den Lippen einer jeder. Das Brautkleid auszusuchen ist eine spezielle und einmalige Gelegenheit. So verschieden die Bräute sind, so unterschiedlich sind auch die Kleider. Für jede Dame gibt es das eine, das einzige und traumhafte Brautkleid. Passt es nicht gleich zu Anfang hundertprozentig, dann kann man dies meist mit ein paar kleinen Handgriffen ändern. In den meisten Fällen zumindest.
„Hier spielen sich oftmals dramatische Szenen ab“, erklärt Hanna, Besitzerin eines Dresdner Brautmodengeschäftes. „Viele sehen ihr Traumkleid und haben Tränen in den Augen, wenn sie merken, dass sich ihr Körper durch die Schwangerschaft schon verändert hat, und das gewählte Modell nicht so gut aussieht, wie gewünscht. Dennoch: Die meisten Läden, so auch wir, bieten spezielle Umstandskleider an. Diese sind genauso schön und einmalig wie alle anderen Brautkleider auch, bieten den werdenden Müttern aber sehr viel mehr Komfort und Bewegungsfreiheit. Sie fühlen sich nicht eingeschnürt, können atmen. Und verzaubern die Gäste und vor allem den werdenden Ehemann und Vater mit einem wunderschönen und zarten Brautkleid.“ Die Wahl des richtigen Brautkleids ist umso wichtiger, je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Eine ausführliche Beratung ist hier sinnvoll und zeitsparend.
Das Kleid aller Kleider
Sich wie eine Prinzessin fühlen, die schönste Frau im Saal sein, umwerfend gut aussehen. All das und noch viel mehr wollen Bräute mit ihrem Kleid erzielen. Schwangere sind dabei keine Ausnahme. „Dennoch sollte bei einer Schwangerschaft der Fokus auf einem Wort liegen: Komfort. Der Körper einer Schwangeren verändert sich ständig, ein Brautkleid muss im Notfall kleine Veränderungen mitmachen können. Es soll zwar schön aussehen, muss aber auch bequem sitzen. Es darf nicht kneifen oder einschnüren. Die Schuhe sollen zwar grazil aussehen, dürfen aber nicht unbequem werden. Schließlich trägt man nicht mehr nur sich selbst. Leichte Stoffe, weite, fallende Schnitte, luftige Kleider und funktionale Schuhe bieten sich an. Kleider mit Korsagen sollten vermieden werden.“
Prinzipiell eigenen sich Empire-Kleider und Kleider in A-Form besonders für Schwangere Bräute. Ein schöner Ausschnitt und breite Träger sind zudem von Vorteil. Denn nicht nur der Bauch wächst mit zunehmendem Fortschreiten der Schwangerschaft. Auch der Umfang des Brustbereichs nimmt zu. So bietet es sich an, das Dekolleté besonders zu betonen. BHs mit breiten Trägern sorgen für einen stabilen Halt, das perfekt in Szene gesetzte Dekolleté sorgt für einen fulminanten Auftritt.
„Schwangere Bräute sollten außerdem bedenken, dass das Kleid kurz vor der Hochzeit meist noch umgeändert werden muss. Die Zeit muss unbedingt eingerechnet werden. Im Vorhinein ist es oft schwierig auf den Zentimeter genau abzuschätzen, wie weit sich der Umfang verändern wird. Änderungen sind in den meisten Fällen nötig“, erklärt Hanna. Daher empfehlen sich Kleider, bei welchen die Taille nach oben verlagert ist, so dass um den Bauch herum viel fließender Stoff aufliegt, der Platz für kleine und große Babybäuche bietet. „Wir empfehlen zudem Kleider mit Schnürungen. Reißverschlüsse zu ändern ist generell aufwendiger, als Kleider mit Schnürungen dem Brust- Bauchumfang anzupassen.“ Hanna rät schwangeren Bräuten außerdem zu stützender Unterwäsche und flachen Schuhen. „Geschwollene Füße sind in vielen Schwangerschaften ein Thema. High-Heels sind in solchen Fällen kaum zu ertragen. Zarte Ballerinas, passend zum Kleid, sehen nicht nur hübsch aus, sondern sorgen auch dafür, dass die Braut lange auf den Beinen sein kann – und das ohne schmerzende Füße. Wer zudem noch durchblutungsfördernde Strümpfe trägt, kann den großen Tag in voller Länge genießen“
