Der Polterabend / Der Junggesellenabschied
Der Junggesellenabschied ist ein vorehelicher Brauch, kommt ursprünglich aus dem antiken Griechenland und wurde von den Freunden eines Spartaners bei dessen Hochzeit veranstaltet.
Früher feierten nur die Männer Junggesellenabschied. Inzwischen sind diese Verabschiedungen immer mehr geworden, und durch die Emanzipation haben sich die Bräute ebenfalls die Gelegenheit nicht nehmen lassen, sich den Verabschiedungen des Bräutigams anzupassen.
Heute wird der Junggesellenabschied meist von den Trauzeugen der kommenden Hochzeit veranstaltet. In den meisten Fällen zieht eine ganze Gruppe an Freunden und Verwandten mit der Braut bzw. dem Bräutigam los.
Bei der Junggesellenverabschiedung ist es das Ziel. den zukünftig Verheirateten noch einmal die Gelegenheit zu einem beschränkten Tabubruch zu geben. Sehr fließt oft viel Alkohol, auch wenn gewisse Personen nicht allzu viel vertragen - das Aufsuchen von Striplokalen, Erotikläden etc. gehört bei manchen Gruppen geradezu zum Pflichtprogramm eines solchen Abends.
Den Junggesellen werden bestimmte Aufgaben auferlegt, welche auch die individuelle Schamgrenze überschreiten können.
Es wird darauf geachtet, dass die Verabschiedungen vom Junggesellenleben örtlich und/oder zeitlich getrennt sind, da unter Umständen das häufig enthemmte Verhalten des jeweiligen zukünftigen Partners den anderen vielleicht noch einmal in Grübeln bringt, ob sie/er sicher die/der richtige/r ist.
Normalerweise tragen die Gäste die Kosten er Feier, damit sich das "Opfer" auch gebührend vom Junggesellenstand verabschieden kann. Wie sie das tun, bleibt ihnen überlassen. Es ist durchaus üblich, dass der oder die Organisatoren vorher von jedem eine feste Summe einsammeln, von der die Ausgaben des Abends bestritten werden auch kann die gesamte Gruppe sich etwas einfallen lassen, um Geld zu machen – z.B. der Braut wird ein Overall angezogen, der eine aufgemalte Hand am Hinterteil hat und die Beschriftung trägt: 1x greifen – 1 Euro! Ihr werdet staunen, wie viel Geld man damit machen kann!
Hier sind Beispiele für geschlechtsspezifische Spiele:
Herren:
- Den Herrn irgendwo fest ketten und eine Dame davon überzeugen, den Schlüssel bei den anderen zu kaufen, um ihn zu befreien.
- Klotz am Bein basteln, den er den ganzen Abend herumtragen muss. Es soll sich um eine sinnbildliche Parallele zur Last der Ehe handeln.

- Lippenstift mitnehmen: die Frauen sollen ihn auf den Arm küssen.
- Frauen die Nägel lackieren und dafür natürlich kassieren.
Damen:
- Für kurze Zeit Klofrau auf einer Herrentoilette – natürlich nur um die Klogroschen zu kassieren
- Küsse verkaufen
Damen und Herren:
- Viele Fotos mit einer Sofortbildkamera schießen und anschließend verkaufen
- Süßigkeiten, Kondome oder Nützliches aus dem Sexshop verkaufen
- Gutscheine verkaufen (ohne selbst zu wissen was drauf steht)
- Trinkspiele sind immer eine willkommene Abwechslung
- Eine Flasche Sekt versteigern, wobei derjenige die Flasche gewinnen kann, der der zu verabschiedenden Person den längsten Kuss gibt und auch darür noch bezahlt.
