Hochzeitsbrauch: "Sagln"
"Sagln" - Hochzeitsbrauch vom Gewinnspiel 2008 von Christiana Strelli, St. Marein:
Seit einiger Zeit wird der Brauch des "Saglns" bei uns in der Obersteiermark wieder gepflegt. Nach der Hochzeit wird ein auf einem Sägebock liegender Holzstamm gemeinsam von Braut und Bräutigam zersägt. Man verwendet dafür eine Zugsäge, bei der es darauf ankommt, stets abwechselnd zu ziehen, damit sie sich nicht verklemmt. Dieser Hochzeitsbrauch steht für die gemeinsame, gleichberechtigte Arbeit, die das Brautpaar in ihrer Ehe versuchen möchte. Er sollte die notwendige Balance von Reden und Hören, von Aktivsein und Seinlassen und die notwendige Aufmerksamkeit für die jeweiligen Bedürfnisse des Partners symbolisieren. Ist der Stamm durchgesägt, wird natürlich ein Schnapserl getrunken und die Hochzeitsgemeinschaft zieht weiter ins Gasthaus!
